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Geschichte der Gewässer in der Umgebung des Gymnasiums Hammonense
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I. Gründung der „Stadt auf dem Hamme“ im Flusswinkel zwischen Lippe und Ahse Das Gymnasium Hammonense liegt auf dem Gebiet der „Stadt auf dem Hamme“, die am 4. März 1226, einem Aschermittwoch, auf dem Flusswinkel (Ham) zwischen Lippe und Ahle gegründet wurde. Die Lage gab der Stadt den Namen. Damit die Stadt nach allen Seiten gesichert war, wurde im Osten ein Verbindungsgraben, die Ostbütergräft, gebaut, so dass sie damals von allen Seiten von fließenden Gewässern umschlossen wurde
So sah die Ahsemündung noch vor 1913 aus. Im Hintergrund ist der „Nordendamm“ mit der Gaststätte „Zum Nordpol“ zu sehen. Der Flusswinkel ist noch deutlich zu erkennen
II. Die Gewässer bestimmten das Stadtbild Das ist ein Panorama der Stadt Hamm um 1840 mit dem mänadrierenden Lippefluss im Vordergrund. Den parallel laufenden Weg nannte man „Treidelpfad“. Von diesem aus wurden die Schiffe den Fluss entlang gezogen.
Diese Ahsebrücke beherrschte das Stadtbild am Südentor. 1913 fiel sie der Ahseverlegung zum Opfer. Heute erinnert nur noch der Name der „Brückenstraße“ an diese alte Brücke am Südentor. Der Vergangenheit gehörten mit der Ahseverlegung auch die Bleichplätze der Wäscherei an, die früher an den Ahse-Ufern zu finden waren. Die sogenannte „Nebelbrücke“ überspannte die Ahse und das Stadtviertel.
Von Alters her gab es diesen Mühlenkomplex am Nordentor. Das Wehr staute das Lippewasser. Hinter ihm lag der Mühlenkolk. Dieses Mühlenviertel wurde durch die Ahseverlegung total verändert.
Blick zum Nordentor aus nördlicher Richtung um 1905. Hinter der Brücke befindet sich der Mühlenkolk und links von der Pauluskirche das Gymnasium Hammonense.
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III. Freizeitgestaltung in „Hamm am Wasser“ um und nach 1900 Um 1900 zählten Kahnfahrten auf der Lippe am „Rietzgarten“ zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Hammer Bevölkerung, ebenso wie das Sportangeln vom Boot aus. Bis 1912 bestand am Lippeufer diese städtische Flussbadeanstalt mit hölzernem Sprungturm. Sie lag dort, wo heute der östlichste Nordring-Teich ist.
Bis 1912 bestand am Lippeufer diese städtische Flussbadeanstalt mit hölzernem Sprungturm. Sie lag dort, wo heute der östlichste Nordring-Teich ist.
IV. Schifffahrt auf der Lippe
Schon vor langer Zeit war die Lippe als Wasserweg bekannt. Aber zahlreiche Wehre und Sandbänke verhinderten, dass Schiffe größere Entfernungen überwinden konnten. Die Lippe wurde ausgebaut und war ab 1826 schiffbar. Viele Schleusen mussten gebaut werden. Verladen wurden: Salz, Getreide, Eisenerz, Steine, Schiffsbauholz und Holz für die Holzindustrie in Ostwestfalen. Die Fahrt von Hamm nach Wesel dauerte vier Tage, von Hamm nach Lippstadt einen Tag. Pferde auf „Treidelpfaden“ zogen die großen Frachtkähne flussaufwärts, bis in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts das erste Dampfboot auf der Lippe erschien. Ebenfallls im heutigen Nordring lag diese Lippeschleuse, die 1856 erbaut wurde.
V. Lippefähre und Fährstraße Vor dem Bau der Fährstraßenbrücke verkehrte die Lippefähre zwischen Hamm-Osten und Heessen. Sie befand sich dort, wo heute die Fährstraße über Lippe und Kanal geführt wird.
Später wurde die Fährstraßenbrücke gebaut. Das „Bootshaus“ an der Lippe war jahrzehntelang ein beliebtes Ausflugsziel
VI. Die große Wende - der Kanalbau
Die fast jährlich wiederkehrenden Überschwemmungen in Regenzeiten verwandelten das Lippetal bei Hamm in eine Seenlandschaft von mehreren Kilometern Breite. Das besonders gefährliche Hochwasser im Jahre 1890 ließ die Idee aufkommen, den Flusslauf der Ahse und die Mündung in die Lippe zu verlegen. Im Jahre 1911 gab es den ersten Spatenstich zum Bau des Datteln-Hamm-Kanals. Er verläuft südlich der Lippe und trennt somit die Stadt Hamm vom Lippefluss ab. Hamm liegt seitdem nicht mehr an der Lippe, sondern am „Lippe-Seiten-Kanal“, wie er auch genannt wurde. Das hat Auswirkungen auf das Stadtbild und die Bedeutung der Gewässer für die Freizeitgestaltung der Stadtbewohner.
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